Der goldene Handscchuh [Rezension]


" Hier sitzen welche, die erst lachen, wenn Blut fließt, und wer lacht nicht gern."




Eckdaten


Titel: Der goldene Handschuh
Autor: Heinz Strunk
Verlag: Rowohlt
Seiten: 256
Erscheinungsjahr: 2016 (1976)
ISBN: 978-3-498-06436-5
Genre: Klassiker
Art: fester Einband



"Ist es eigentlich schlimmer, zwei Menschen zu töten als nur einen?



Inhalt



Fritz Honka, ein minderbemittelter Frauenmörder aus der Unterschicht, erlangte 1976 schaurige Berühmtheit. Seine Opfer nahm er aus der Hamburger Kneipe «Zum Goldenen Handschuh» mit. Strunks Roman taucht tief ein in die dunkle Welt von Kiez, Tresen, Abbruchquartier, deren Bewohnern das mitleidlose Leben alles Menschliche zu rauben droht. Er führt uns aber auch in die oberen Etagen der Gesellschaft, wo es nicht unbedingt menschlicher zugeht. Am Ende treffen sich Arm und Reich im «Handschuh»: Menschen allesamt, bis zur letzten Stunde geschlagen mit dem Wunsch nach Glück. (Klappentext)



" Sie wissen, dass sie früher sterben müssen als die anderen, doch die Zeit bis dahin kommt ihnen immer noch zu lang vor.


Meine Meinung


Wahnsinn! So sehr habe ich mich beim Lesen noch nie geekelt! 

Ich kann auch gerade echt nicht sagen, mit welchem anderen Werk es sich vergleichen lässt. Dieses Alleinstellungsmerkmal ist aber auch schon der einzige Grund, warum es nicht nur einen Catookie bekommen hat.

Die Sprache ist echt unvorstellbar vulgär, dass ich mich gar nicht traue, Zitate vom üblichen Schreibstil einzubringen. 

Am Inhalt ist echt absolut nichts Schönes zu finden und ich war echt froh, als es vorbei war, denn es ist eines von der Sorte, das einen mit runterzieht.

Als Literatruwissenschaftler muss man aber lernen, die Wirkung eines Werkes losgelöst von den eigenen Emotionen zu sehen. Und wenn ein Buch es schafft, sich so extrem auf mein Gemüt auszuwirken, dann hat der Autor eine extreme Wirkung erzeugt und das muss schon irgendwie gewürdigt werden.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und kann den Sprecher übrigens sehr empfehlen. Die Stimme passt zu Fiete wie die Faust aufs Auge, das war auch ein kleiner Lichtblick, wobei das auch nicht dazu geführt hat, dass ich ihm gern über den Weg treten würde.

Was man nicht vergessen darf: Das Buch ist unmoralisch. Die hier vom Weg abgekommenen Menschen und besonders Fiete als Serienmörder reflektieren ihre Taten nicht.

Das Buch ist nicht jugendfrei und dient nicht als Schullektüre. 

Triggerwarnung!



Fazit

Finger weg oder Augen zu und durch!



Wertung




" Wie lange erträgt man es, zu wissen, dass nichts mehr kommt?




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